und morgen esse ich was ich will

/ Juni 29, 2014

Durch eine meiner Lieblingsmenschen bin ich auf die 10in2-Diät gestoßen.
Prinzipiell halte ich von Diäten gar nichts und noch weniger. Meiner Meinung nach beherbergt jede Diät in irgendeiner Art und Weise einen Jojo-Effekt und verdonnert mich auch noch dazu auf irgendetwas geliebtes zu verzichten oder abartig viel Sport zu machen.

Als mir dann klar gemacht wurde, dass diese Methode nichts mit den Yellow-Press-Diäten ala „Schlank in 14 Tagen“ oder „7kg in 7 Wochen“ zu tun hat, habe ich mich darauf eingelassen mir das mal genauer anzusehen.
Mal ganz ehrlich, ein „du darfst essen was du willst und wirst trotzdem abnehmen“ hört sich halt schon ziemlich verlockend an!
Aber es gibt natürlich auch Haken an dieser Diät:

  • ich kann morgen essen was ich will – heute ist Nicht-Ess-Tag
  • Bewegung muss sein
  • auf das Sättigungsgefühl des Körpers sollte geachtet werden
  • es gibt kein Ende (das Wort Diät stammt vom griechischen ‚díaita’=Lebensweise ab)

Bis ans Ende des Lebens also nur noch jeden zweiten Tag essen und dann einen Tag lang fasten?!

Damit wäre auch klar, wieso sich der Jojo-Effekt bei dieser Diät nicht einstellen kann und das verdonnern auf etwas zu verzichten bleibt auch hier nicht aus.

An der Stelle werden wahrscheinlich die ersten gewillt sein sich nicht mehr dafür zu interessieren.
Ging mir genauso. Aber ich habe mir dann gedacht, dass ich mich auch daran gewöhnt nicht mehr zu rauchen. Oder freiwillig ein paar Mal pro Woche Sport zu machen.
So schwer kann das mit dem nur noch jeden zweiten Tag essen dann nicht sein. Und vor allem gibt es Jokertage (z.B. Geburtstage, Weihnachten oder einfach mal so), an denen man einen Nicht-Ess-Tag in einen Ess-Tag verwandeln kann.

Ich muss gestehen, dass es an den ersten Nicht-Ess-Tagen dann doch nicht ganz so einfach war von Abends um 8 eines Ess-Tages bis am übernächsten Tag um 6 Uhr Morgens nichts zu essen und nur zu trinken. Aber mit dem heutigen, vierten Nicht-Ess-Tag habe ich mich schon ein ziemlich gut daran gewöhnt.
Wenn jetzt jemand denkt, da wacht man ja dann mit Heißhunger auf und stopft dann den ganzen Tage Berge von essen in sich rein: dem ist überhaupt nicht so. Morgens hatte ich bisher nach keinem der Nicht-Ess-Tage richtigen Heißhunger und Tagsüber habe ich nicht mehr oder weniger gegessen als sonst davor an ganz normalen Tagen.

Lustig ist, dass den meisten Menschen denen ich davon berichte zunächst das berühmte Snickers-Zitat einfällt: „iss ein Snickers! Wenn du Hunger hast wirst du zur Diva“ und die meisten gestehen auch „wenn ich nichts zu essen bekomme, werde ich unausstehlich“.
Das ist bei mir eigentlich auch so. Bisher blieb das aber aus und ich glaube das hat damit zu tun, dass ich bewusst nichts esse und nicht durch irgendwelche Umstände nichts zu essen bekomme.

Sollte jemand von euch Interesse an der 10in2-Diät von Bernhard Ludwig haben, dann holt euch sein Buch „Die Morgen darf ich essen was ich will Diät„.
Es ist auf eine so wunderbar unterhaltsame Art und Weise geschrieben, dass ich mir das letzten Sonntag beim Frühstück komplett durchgelesen habe und danach entschieden habe, dass heute mein erster „Ess-Tag“ und morgen der erste „Nicht-Ess-Tag“ sein wird.
Wer möchte kann sich mein Buch natürlich gerne ausleihen.